Einbruchschutz

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Maßnahmen zum Einbruchschutz sollen das unerlaubte Eindringen in einen verriegelten Raum oder Bereich verhindern. Einen guten Einbruchschutz erreicht man durch ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik, richtigem Verhalten und personellen und organisatorischen Maßnahmen.

Für jede Branche und jedes Unternehmen sind verschiedene und individualisierte Sicherungskonzepte notwendig. Nicht nur dem Handel machen Ladendiebstähle zu schaffen: Diebstahl und Einbruch bedrohen die kleingewerblichen, mittelständischen oder selbstständigen unternehmerischen Existenzen.

Rechtliche Situation

Ein besonders schwerer Fall des Diebstahl bzw. ein Wohnungseinbruchdiebstahl nach den § 243, § 244 des deutschen Strafgesetzbuchs (StGB) liegt vor, wenn der Täter zur Ausführung der Tat in ein Gebäude, einen Dienst- oder Geschäftsraum, in einen anderen umschlossenen Raum oder in eine Wohnung einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsmäßigen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in der Wohnung verborgen hält.

Wer in der Schweiz einen Einbruch verübt, macht sich nach Art. 139 StGB wegen Diebstahl, Hausfriedensbruch, und/oder zusätzlich wegen Sachbeschädigung strafbar. In Österreich begeht man gemäß § 129 StGB (Diebstahl durch Einbruch oder mit Waffen) eine Straftat.

Maßnahmen

Die Zahl der „Wohnungseinbruchdiebstähle“ stieg 2013 in Deutschland um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle an. Im Jahre 2014 setzt sich der Trend fort, insgesamt 152.000 gemeldete Einbrüche und damit ein Rekordwert. Vor allem stiegen hierbei auch die „Tageswohnungseinbrüche“ (Einbruchdiebstähle zur Tageszeit) um 5,8 Prozent an. Mittlerweile finden fast 44 Prozent der Wohnungseinbrüche in Deutschland tagsüber statt. Die meisten Tageswohnungseinbrüche ereignen sich in Großstädten. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 ist aber auch der Anteil der vollendeten Fälle stetig gesunken. Die Polizei schließt hierbei auf die Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich sowie der entsprechenden Präventionsaktionen der Polizei Über 40 Prozent (2013) der Einbrüche bleiben in Deutschland im Versuchsstadium stecken, auch wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Anfragende erhalten unter anderem bei den Polizeilichen Beratungsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine individuelle Beratung in puncto Einbruchschutz und Sicherheit. Während in Österreich die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren kontinuierlich zurückging, steigerte sie sich von 2012 auf 2013 um 7 % auf 16.548. Auch in der Schweiz stieg die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren konstant (2012: um +16 % auf 73.714), wobei in der Schweiz auf 100.000 Einwohner im Verhältnis 932 Einbrüche kommen, was den Spitzenwert in Europa darstellt. Die entsprechenden Maßnahmen zum Einbruchschutz richten sich nach den Gegebenheiten der Gebäude sowie der Risikofaktoren. So verschaffen sich Einbrecher bei Einfamilienhäusern in 41,8 Prozent der Fälle den Zugang über Balkon- und Terrassentüren und in Mehrfamilienhäusern in 46,9 Prozent der Fälle über die Wohnungstür. In Geschäftsgebäuden gelangen die Täter zumeist (35,5 Prozent) über (Laden-)Fenster ins Innere. Insgesamt wurden 2013 vermehrt Boden-, Kellerräume und Waschküchen zum Tatort (+11,2 Prozent Anstieg zum Vorjahr). Mit folgenden Maßnahmen können beispielsweise Einbrüche erschwert oder verhindert werden:

Verhaltensmassnahmen

Auch einfache Verhaltenmaßnahmen können zum effizienten Einbruchschutz beitragen. Zu diesen Maßnahmen gehört beispielsweise der Anwesenheitsschutz. Er kann den Bewohnern helfen zu entscheiden, ob sie eine Person einlassen möchten oder nicht. Daneben soll bei zeitweiliger Abwesenheit die Anwesenheitssimulation dem Schutz vor einem Einbruch dienen. Allgemeingültige Verhaltenshinweise für richtiges Verhalten in einer Einbruchssituation gibt es nicht. Eine Konfrontation mit dem Einbrecher kommt nur selten vor. Auf frischer Tat ertappte Einbrecher werden oft nur gewalttätig, um sich einen Fluchtweg zu verschaffen. Generell wird jedoch seitens Fachstellen empfohlen, sich in Einbruchssituationen ruhig zu verhalten und als Erstes die Polizei zu verständigen. Des Weiteren wird einem nahegelegt, das Haus bzw. die Wohnung, soweit möglich, unbemerkt zu verlassen und sich bei einem Nachbarn zu verstecken, bis die Polizei eintrifft.

Mechanische Sicherungen

Mechanische Sicherungen sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Sie verlangsamen oder verhindern den Einbruch und/oder bewirken, dass beim Einbruch mehr Lärm entsteht. Elektronische Sicherungen, wie Einbruchmeldeanlagen, verhindern dagegen keinen Einbruch, sondern melden ihn nur. Ein genormter Einbruchschutz für Neubauten ist gesetzlich in Deutschland im Gegensatz zu den Niederlanden nicht vorgeschrieben.

Eine Sicherheitstür kann je nach Widerstandsklasse den Einbruch erheblich erschweren oder sogar nahezu unmöglich machen. Nachträglich können Türen durch Balkenschlösser, Querriegelschlösser und Kastenschlösser gesichert werden. Hinterhaken oder Scharnierseitensicherungen verhindern, dass eine Tür an der Bänderseite mit Gewalt aufgedrückt oder aus den Türbändern (Angeln) gehoben werden kann (sog. Aushebesicherung). Das Sicherheitsschloss kann durch einen Aufbohrschutz oder Schutzbeschlag zusätzlich geschützt werden. Außerdem empfiehlt es sich, für den Schließzylinder eine Sicherungskarte anzuschaffen, was Nachbestellungen von Schlüsseln legitimiert und damit zusätzliche Sicherheit bietet.

Pilzkopfverriegelung

Einbruchhemmende Fensterbeschläge, die mit pilzkopfförmigen Zapfen bestückt sind und mit entsprechenden Schließteilen einen hohen Aushebelschutz bewirken, nennt man Pilzkopfverriegelung.

Einbaubare Einbruchsicherung

Bei geprüften Einbruchhemmenden Rollladensystemen werden die Widerstandsklassen ER1 (neue Bezeichnung RC1N nach EN 1627–1630) (kaum Einbruchhemmung) bis ER6 (neue Bezeichnung RC6 nach EN 1627–1630) (hohe Einbruchhemmung) vergeben. Verbund-Sicherheitsglas („VSG“) ist ein Verbundglas: eine Kunststofffolie verbindet zwei Glasscheiben. Vergitterte Fenster schützen ebenfalls vor Einbrechern.

Keller- oder Lichtschächte sind häufige Einstiegstellen. Lichtschachtsicherungen erschweren den Einbruch, zum Beispiel ein von unten fixiertes Gitterrost.

Videoüberwachung

Elektronische Sicherungen dienen dem Erkennen oder Melden von Gefahren (z. B. bei Überfall oder bei Einbruch) bzw. der Beobachtung von Orten. Sie verhindern zwar keinen Einbruch, doch ihre Meldewirkung erhöht das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden. Erfahrungsgemäß lassen sich potenzielle Täter oft von vornherein abschrecken, wenn sie feststellen, dass eine Einbruchmeldeanlage (EMA, sogenannte Alarmanlage) oder eine Überfallmeldeanlage (ÜMA) installiert ist. Sie dienen der Erkennung und Meldung von Einbrüchen bzw. der Alarmierung von Wachdiensten oder der Polizei bei einem Überfall. Die Beachtung der Zwangsläufigkeit bei einer Einbruchmeldeanlage reduziert Falschalarme auf ein Minimum. Das Melden kann durch laute Signalgeber (Sirenen) an die unmittelbare Umgebung erfolgen oder als „stiller Alarm“ mittels (Telefon-)Wahlgeräten an zuvor festgelegte (gespeicherte) Zielrufnummern. Einen Alarm, der ausschließlich zur Abschreckung der Täter durch ein akustisches oder optisches Signal eingesetzt wird, nennt man Externalarm. Wird durch das Auslösen der Alarmanlage ein Sicherheitsdienst oder eine andere Nummer angerufen, spricht man von einem Fernalarm. Videoüberwachungsanlagen dienen der Beobachtung mit optisch-elektronischen Einrichtungen. Eine Vielzahl von Gesetzen definiert, wer Videoüberwachung unter welchen Rahmenbedingungen einsetzen darf bzw. muss. Die Zulässigkeit der Videoüberwachung ist speziell davon abhängig, wer diese einsetzt. Generell wird zwischen privater und staatlicher Videoüberwachung unterschieden.

Panzerschrank

Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherungen erhöht den Einbruchschutz. Zudem gibt es ergänzende Maßnahmen; dazu gehört eine Zutrittskontrolle. Diese steuert den Zutritt über ein vom Betreiber festgelegtes Regelwerk, damit nur berechtigte Personen Zugang zu den für sie freigegebenen Bereichen in Gebäuden oder geschützten Arealen auf einem Gelände erhalten.

Einbrecher meiden oft gut beleuchtete Grundstücke. Deshalb haben sich Außenbeleuchtungsanlagen – mit oder ohne Bewegungsmelder – als Abschreckung bewährt. Zäune und Mauern können Menschen daran hindern, ein Gebiet zu betreten oder zu verlassen. Tresore schützen Geld, Wertsachen oder sonstige Gegenstände vor Diebstahl und/oder Feuer. Eine zuvor durchgeführte Wertsachenerfassung (Fotos, Wertgegenstandsliste) erleichtert nach einem Diebstahl die Auffindung entwendeter Gegenstände. Ein Wachhund hat die Aufgabe, ein Revier selbständig, also ohne direkte Einwirkung eines Hundeführers, zu bewachen. Objekte können zudem durch einen Wach- und Sicherheitsdienst geschützt werden. Seit den 1980er Jahren hat sich die Dienstleistung Haushüter auch in Deutschland verbreitet. Eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe kann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs vermindern.

Erhöhtes Risiko für Einzelhandel und Dienstleister

Neben den klassischen Zielgruppen wie dem Einzelhandel (vom Kiosk über Apotheken bis hin zum Juwelier) sind aber auch beispielsweise Rechtsanwälte und Ärzte durch Überfälle oder Einbrüche gefährdet, die Mitarbeiter, Kunden und nicht zuletzt die unternehmerische Existenz insgesamt bedrohen. Die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes (BKA) belegt die Effizienz von Präventionsmaßnahmen gegen Überfall und Einbruch. Moderne Sicherheitstechnik und -dienstleistungen verhindern nicht nur Verbrechen im Vorfeld, sondern führen auch zu einer steigenden Aufklärungsquote. Zum Beispiel dadurch, dass Überfälle und Einbrüche von Videoüberwachungsanlagen dokumentiert werden oder Sicherheitsdienste und Polizei schneller und gezielter alarmiert werden können.


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KOMMENTARE

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  • KLASSE SERVICE ;-)
    Posted by : Oliver

    Vielen Dank für das schnelle Kommen und dem echt klasse Service. Bin sehr zufrieden und kann diesen Schlüsseldienst für Dresden und Umgebung nur weiter empfehlen!!!

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    Posted by : Cindy

    Ich dachte schon ich muss jetzt Stunden in der Kälte warten, aber nein. Ich wurde überrascht. Nach 30 Minuten frieren wurde ich erlöst und konnte wieder in meine Wohnung. Na dann fröhliche Weihnachten!

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  • GUTE PREISE
    Posted by : Julia

    Da gibt's nicht viel zu sagen. Preiswert, schnell und freundlich!

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  • Schlüssel vergessen!
    Posted by : Ralf

    Es wird mir eine Lehre sein. Danke für eure Hilfe!

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